Magnus Carlsen hat 2025 mehr Turnierpreisgeld gewonnen als jeder andere Spieler – rund 1,46 Millionen US-Dollar allein aus Wettkämpfen. Er war der einzige Spieler mit siebenstelligen Einnahmen und setzte sich deutlich von der Konkurrenz ab. Die Auswertung von Chess.com berücksichtigt ausschließlich Preisgelder aus großen internationalen Einzelturnieren; Einnahmen aus Streaming, Sponsoring, Startgeldern oder Teamwettbewerben bleiben außen vor.
Auf den Plätzen zwei bis vier folgen Fabiano Caruana (knapp 890.000 Dollar), Levon Aronian (rund 752.000 Dollar) und Hikaru Nakamura (knapp 589.000 Dollar). Auffällig: Aronian verdankte einen Großteil seiner Einnahmen zwei Siegen im Freestyle Grand Slam, während Nakamura neben klassischen Erfolgen stark von neuen Formaten wie dem Esports World Cup profitierte. Aronian gibt sogar an, 2025 sei sein finanziell bestes Jahr als Schachprofi jemals gewesen.
Chess.com stellt fest: Das Preisgeld im Spitzenschach wächst, wird breiter verteilt – und dennoch extrem kopflastig. Das lässt sich etwa am Freestyle aufzeigen, das gemäß den Angaben auf seiner Homepage fast drei Millionen Dollar an mehr als 40 Spieler:innen vergeben hat. Zwei Drittel dieses Geldes gingen an die ersten vier der Grand-Slam-Wertung.
Insgesamt 26 Spieler überschritten 2025 die Marke von 100.000 Dollar – deutlich mehr als im Vorjahr. Chess.com führt das auf mehrere Faktoren zurück: die Rückkehr großer FIDE-Events wie World Cup und Grand Swiss, die volle Saison des Freestyle Grand Slam und die erstmalige Einbindung von Schach in den Esports World Cup. Auffällig ist zudem der wachsende Anteil von Spielerinnen: fünf Frauen schafften es unter die Top-26, angeführt von Weltmeisterin Ju Wenjun mit über 340.000 Dollar.

In der erweiterten Spitzengruppe liegen Alireza Firouzja und Vincent Keymer nahezu gleichauf bei jeweils gut 450.000 Dollar. Dahinter folgen unter anderem Maxime Vachier-Lagrave, Arjun Erigaisi, Nodirbek Abdusattorov und World-Cup-Sieger Javokhir Sindarov.
Die Langzeitstatistik unterstreicht Carlsens Sonderstellung. Mit über 12,2 Millionen Dollar Karriere-Preisgeld hat er seinen Vorsprung auf die Verfolger weiter ausgebaut und liegt inzwischen klar vor Legenden wie Viswanathan Anand und Garri Kasparow. Jüngere Spieler wie Weltmeister Gukesh Dommaraju liegen trotz starker Jahre noch viele Millionen zurück.
(Titelbild via chess.com)