Frederik Svane folgt Alexander Donchenko ins Achtelfinale des World Cups!
Vincent Keymer ist das optimistische Lächeln im Lauf des Tiebreaks gegen Andrey Esipenko vergangen. Die Nummer vier der Welt wurde Teil des Favoritensterbens in Goa. Nach zwei Unentschieden in den ersten Rapid-Partien entglitt ihm in der dritten ein Turmendspiel. In der vierten liefen alle Versuche, zurück ins Match zu kommen, ins Leere. Keymer ist draußen – und wird sich nicht fürs Kandidatenturnier 2026 qualifizieren.
Alexander Donchenko und Frederik Svane haben die Chance, Matthias Blübaum nach Zypern zu begleiten. Weltmeisterbesieger Frederik Svane kam heute komfortabel weiter. Nach dem Sieg mit Weiß in der ersten Schnellschachpartie ließ er in der zweiten nichts anbrennen. Shant Sargsyan suchte Königsangriff, fand aber keinen. In der Schlusstellung hätte Frederik gewinnen können, aber gewährte Sargsyan eine Zugwiederholung: 1,5:0,5 – Achtelfinale! Dort trifft er jetzt auf den Usbeken Javokhir Sindarov (Nummer 22 der Welt, Elo 2725).
Für die Kandidaten-Qualifikation ist das Ausscheiden von Praggnanandhaa gegen Daniil Dubov von Bedeutung. Pragg ist mit hoher Wahrscheinlichkeit per FIDE-Turnierwertung für das Kandidatenturnier qualifiziert. Nach seinem Ausscheiden in Goa es ist nun klar, dass die ersten Drei des World Cups via World Cup WM-Kandidaten werden. Hätte sich Pragg in Goa unter die ersten Drei gespielt, wäre das nicht so klar gewesen.

Nach dem Tiebreak-Tag vor dem Achtelfinale wird die Zahl der 2700er im Feld immer kleiner. Wieder erwischte es mehrere Favoriten, bei weitem nicht nur Keymer. Den vielleicht überraschendsten Triumph sicherte sich Aleksey Grebnev, der Maxime Vachier-Lagrave aus dem Turnier nahm. Grebnev gewann die erste Rapid-Partie und sicherte in der zweiten die theoretische Remisstellung ab.
Parallel erwischte es Richard Rapport, der zweimal gegen Sam Shankland verlor. Der Amerikaner wollte angesichts seiner schlechten Bilanz gegen den Ungarn die Rapid-Partien eigentlich nur überleben und irgendwie ins Blitz kommen. Er zeigte sich hinterher überrascht über die Möglichkeiten, die Rapport ihm gewährte.
Pentala Harikrishna setzte sich gegen Nils Grandelius durch. Der Schwede ließ im ersten Rapid eine große Chance liegen; damit hatte Harikrishna das Momentum. Die zweite Partie war ein Lehrstück: strukturell sauber, geduldig, technisch überlegen. Der armenische Routinier Gabriel Sargissian gewann gegen US-Youngster und Rasmus-Svane-Besieger Awonder Liang. Sargissian gewann die erste Partie im Endspiel und hielt die zweite, ohne in Gefahr zu geraten.
Frederik Svanes kommender Gegner Javokhir Sindarov besiegte Yu Yangyi. Nach einer soliden ersten Partie entschied Sindarov das Match in einem chaotischen Damen- und Bauernendspiel. Beide wussten, dass die Stellung theoretisch haltbar ist, aber unter Rapid-Druck brach Yu ein.
Zwei Matches gingen ins Blitz: Wei Yi setzte sich gegen Parham Maghsoodloo durch. Samuel Sevian musste gegen Lorenzo Lodici sogar in die Armageddon-Partie. Das Duell war wild, Chancen auf beiden Seiten; am Ende behielt Sevian die Nerven.
„Nach seinem Ausscheiden in Goa es ist nun klar, dass die ersten Drei des World Cups WM-Kandidaten werden. Hätte sich Pragg in Goa unter die ersten Drei gespielt, wäre das nicht so klar gewesen.“ Das war ohnehin bereits klar. Pragg wusste nur noch nicht, „wie oder warum“ er sich für das Kandidatenturnier qualifiziert. Da geht es „der Reihe nach“: Pragg beim Weltcup qualifiziert hätte bedeutet, dass ein anderer Spieler sich über den Circuit qualifiziert – diese letzte Chance für Keymer, Abdusattorov oder So ist nun dahin. „Platz vier beim Weltcup reicht“ hatte sich schon nach Verzicht von Caruana sowie Ausscheiden… Weiterlesen »