Wenn es läuft, besiegt Alexander Donchenko jeden. Und es läuft für ihn beim World Cup in Indien. Nachdem er in der dritten Runde Anish Giri ausgeschaltet hatte, war jetzt der nächste WM-Kandidat ein Leidtragender seines sportlichen Hochs. Im Duell der Deutschen gab Matthias Blübaum nach 44 Zügen ein hoffnungsloses Endspiel auf. Nach dem 1,5:0,5 über seinen Landsmann trifft Donchenko in der nächsten Runde auf den Vietnamesen Quang Liem Le (Nr. 17 der Welt, Elo 2733).
„Die Partie war sehr solide, sehr trocken und schien auf ein Remis hinauszulaufen, aber dann machte mein Gegner ein paar Ungenauigkeiten, und von diesem Zeitpunkt an habe ich meiner Meinung nach ziemlich sauber den Sieg herausgespielt“, erklärte Donchenko nach der Partie im FIDE-Interview. Im Rückblick auf die Vorbereitung merkte Donchenko an, dass beide Kontrahenten einander sehr gut kannten, einschließlich der Eröffnungen und Ideen, die der andere auf das Brett bringen könnte. „Heute hat es für mich besser geklappt“, fügte er mit einem Lächeln hinzu.
Auch in diesem Fall war eine Respektbekundung eines deutschen Spielers an die Kollegen zu hören. Es sei glücklich gewesen, dass er einen Spieler wie Blübaum überhaupt aus der Komfortzone bringen und ihm Probleme stellen konnte, sagte Donchenko gegenüber chess.com.
Wer aus dem deutschen Kontingent Donchenko ins Achtelfinale begleitet, wird sich morgen in den Tiebreaks klären. Vincent Keymers Mehrbauer im Endspiel war heute kosmetischer Natur, Frederik Svanes Minusbauer auch. In beiden Matches, gegen Andrey Esipenko und Shant Sargsyan, endete auch die zweite klassische Partie unentschieden. Es steht jeweils 1:1.
Morgen: Rapid, Blitz, Armageddon bis zur Entscheidung. Daumen drücken!