Durchsuchung bei Jordan

Der Dresdner Schachverkäufer Dirk Jordan hat im Sommer unerfreulichen Besuch von der Staatsanwaltschaft bekommen. Im Hinblick auf eine mögliche Anklage hätten die Beamten mehrere Objekte durchsucht und vorsorglich Vermögenswerte sichergestellt, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden auf Anfrage mit.

„Vermögensarrest“ nennt die Strafprozessordnung einen solchen Vorgang. Sollte Jordan jemals verurteilt werden, ist durch den Vermögensarrest sichergestellt, dass er bis dahin kein Vermögen dem Zugriff der Strafverfolger entziehen kann. Welchen Wert das sichergestellte Vermögen hat, dazu machte die Behörde keine Angaben. „Bei Sachwerten ist das generell schwer zu sagen, so lange sie nicht veräußert werden“, erklärt Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt.

Verfahren vor dem Landgericht Dresden ruht

In der vergangenen Woche hat der Richter das zivilrechtliche Verfahren zwischen dem Deutschen Schachbund und Dirk Jordan vor dem Landgericht Dresden ausgesetzt. Mehrfach hatte er darauf hingewiesen, dass er die Sachlage als alles andere als eindeutig empfindet, und die Parteien zu einem Vergleich gedrängt. Ein solcher kam allerdings, trotz Vorstößen beider Seiten, nicht zustande. Nun erging die Ansage, dass das zivilrechtliche Verfahren ruhen wird, um den Ausgang des strafrechtlichen Verfahrens abzuwarten.

Und das kann dauern. „Ein dreiviertel Jahr, vielleicht mehr“, sagt Schmidt. Seiner Behörde liegt eine Anzeige des Schachbunds gegen Jordan wegen „Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr“ vor. Derzeit würden Bücher und Unterlagen geprüft und ausgewertet. Von einer Entscheidung, ob Klage erhoben wird, ist die Staatsanwaltschaft noch weit entfernt.

Ein Kommentar zu „Durchsuchung bei Jordan

  1. Interessant ist ja, dass der Blender Jordan, der ständig darauf hinwies, dass keinerlei Unterstützung der Helfer möglich sei, offenbar über gleich mehrere Latifundien gebietet, die nun durchsucht werden mussten.

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